AL_philosophieEs ist 5 vor 12! Wieviele Menschen kennen Sie, die mit Ihrer Führungskraft und ihrer beruflichen Situation wirklich zufrieden sind? Ich kenne nur wenige, und zahlreiche Untersuchungen der letzten Jahre bestätigen dies. Ein Hauptproblem stellen dabei diejenigen Führungskräfte dar, die nicht führen wollen oder können, die weder führungsbedürftigen Mitarbeitern klare Anweisungen geben noch weniger führungsbedürftigen Mitarbeitern größere Handlungsspielräume ermöglichen.

Ohne Action keine Satisfaction!

Der erste Schritt einer Leadership Revolution besteht daher darin, das Thema Führung in den Fokus der Geschäftsführung zu rücken. Diese sollte die klare Erwartungshaltung vertreten, dass alle Führungskräfte ihre Führungsverantwortung auch wirklich übernehmen und entsprechend für die Mitarbeiter spürbar handeln.

Dabei ist es wichtig, die Führungskräfte entsprechend zu unterstützen und zu begleiten. Schließlich sind die Anforderungen an die Führungskräfte enorm hoch. Sie müssen den schwierigen „Spagat“ zwischen ökonomischen Zielsetzungen und der Mitarbeitermotivation und -entwicklung vollziehen.

Das zweite Hauptproblem stellt die klassische pyramidenförmige „Top-Down-Organisation“ der Unternehmen dar, die die Mitarbeiter durch viele Hierarchien und starke Kontrolle in ein enges unflexibles Korsett pressen.

Win-Win-Situationen schaffen!

Daher sollten wir endlich handeln und loslegen mit der Kultivierung einer neuen Führungskultur, die nicht nur stärker auf das Mitarbeiterengagement fokussiert und die Führungskräfte entlastet, sondern die das Unternehmen insgesamt offener, flexibler, agiler und somit zukunftsfähig macht.

Neue Führung braucht eine mitarbeiterzentrierte Führungsmethode, die mittels einer ausgeprägten Selbstreflexion und Handlungsorientierung Mitarbeiter und Teams zu einer nachhaltigen Selbststeuerung aktivieren soll, um unterschiedlichste Situationen bewältigen zu können.

Damit ist nicht gemeint, dass Führungskräfte zu „Feel-Good-Managern“ werden sollen, deren primäre Aufgabe darin besteht, die Belegschaft bei Laune zu halten.

AL_new_leadershipMitarbeiterzentrierung meint hierbei individuelle und flexible Führung. Führungskräfte müssen ihr Team kennen und wissen, wie sie die einzelnen Teammitglieder führen sollten, um das vorhandene Motivations- und Leistungspotential optimal abzurufen. Nicht alle Mitarbeiter wollen an der langen Leine geführt werden oder sich im Job kreativ selbst verwirklichen. Zudem sind nicht alle Jobs auf kreatives Denken und eigenverantwortliches Handeln ausgelegt. Dennoch kann das Unternehmen immer erwarten, dass die Mitarbeiter als erwachsene Menschen ihre Arbeit wie auch ihr Privatleben selbstverantwortlich organisieren. Selbststeuerung ist daher nicht nur ein notwendiges sondern auch ein legitimes Ziel.

Eine neue Führungskultur bedarf vor allem neuer Wege in der Führungskräfteentwicklung. Coachings und neue Trainingsformate sind gefragt, die die Reflexionfähigkeit, Flexibilität sowie die Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit der Führungskräfte stärkt.

Eine Führungsrevolution ist letztlich dann erfolgreich, wenn

  • dem gesellschaftlichen Wandel als unternehmerische Rahmenbedingung Rechnung getragen wird.
  • das Unternehmen flexibler gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen bewältigen kann.
  • sie vor allem spürbar für die Mitarbeiter ist und Veränderungen beinhaltet, die die Motivation und das Engagement steigern.

Gelingt dies nicht, besteht die Gefahr, dass immer mehr Mitarbeiter verdrossen Dienst nach Vorschrift machen oder bei anderen Organisationen ihr Glück suchen. Wie in der Politik.

Wer wartet, verliert! Wer handelt, gewinnt!

Warum wir eine Leadership Revolution brauchen – Jetzt!

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